Anekdoten: Mut zum Träumen

2003 feierte man in Oer-Erkenschwick »90 Jahre Schwestern von der Göttlichen Vorsehung« im »Kinderheim St. Agnes«. Zu diesem Anlass haben zahlreiche Weggefährten schöne Geschichten und Anekdoten zu Papier gebracht, die wir an dieser Stelle gern veröffentlichen möchten.

Mut zum Träumen


er keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen Es ist etwas in uns, das ständig darauf wartet, dass wir ihm Raum geben, etwas, das uns immer nahe ist. Etwas Liebendes, etwas, das auf den rechten Nährboden in uns wartet, damit es sich endlich in voller Größe entfalten kann. Ich bin sicher, dass wir uns dieser treusorgenden Kraft überlassen können, und wenn wir es tun, ist das Totgeglaubte wie durch ein Wunder nicht länger tot; das einst Verlorengeglaubte nicht länger verloren; was von manchen für unmöglich erklärt wurde, wird unmissverständlich als möglich erkannt; und alles, was brachlag, ruht ein Weilchen – es ruht sich aus und wartet auf die Keime, die von Gottes Atemzügen, dem Wind der Weisheit, herübergeweht werden (Clarissa Pinkola Estes).

ch wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kinderheim St. Agnes: den Leitungskräften, den Ordensschwestern, den Gruppenerzieherinnen und -erziehern, denen, die für das leibliche Wohl, die Sauberkeit, die wohltuende Ordnung im Haus sorgen, denen die aushelfen, wenn Not ist, den Zivis und den Praktikant/inn/en, dass sie sich selber Raum geben, um nicht als Gefangene ihrer selbst zu leben. Denn das halte ich für die beste Voraussetzung, den Kindern den Raum zu geben, den sie so dringend benötigen, sich selbst entwickeln zu können.

Wolfgang Köhn