Anekdoten: Gruppe Sausewind

2003 fei­er­te man in Oer-Erken­schwick »90 Jah­re Schwes­tern von der Gött­li­chen Vor­se­hung« im »Kin­der­heim St. Agnes«. Zu die­sem Anlass haben zahl­rei­che Weg­ge­fähr­ten schö­ne Geschich­ten und Anek­do­ten zu Papier gebracht, die wir an die­ser Stel­le gern ver­öf­fent­li­chen möchten.

 

Grup­pe Sausewind


as Mit­ein­an­der in der »Grup­pe Sau­se­wind« bleibt mir in fro­her Erin­ne­rung. Die Grup­pe hat­te ihren Namen zurecht gewählt. Wie der Wind roll­ten, saus­ten die Kin­der mit Bob­by-Car, Räd­chen und mit allen mög­li­chen fahr­ba­ren Unter­set­zern um den Saal, durch die Kel­ler­flu­re und auch drau­ßen waren sie so schnell wie der Sau­se­wind. »Hip­po«, ein Stoff­tier, muss­te unbe­dingt die Wasch­ma­schi­ne sehen. Am Abend war Hip­po noch nicht tro­cken. Ralf, sein Besit­zer, muss­te ohne Hip­po ins Bett. Nachts wach­te er auf und trau­er­te um Hip­po. Es blieb kein ande­rer Weg, er muss­te wenigs­tens sehen, ob Hip­po noch da war. Ein Spa­zier­gang zum Wäsche­kel­ler, wo Hip­po zum Trock­nen hing, wur­de gemacht. Ralf sah sei­nen Hip­po auf der Lei­ne und fass­te ihn an. Er spür­te, dass er noch feucht war und nun war er auch bereit, ihn trock­nen zu las­sen. Ralf konn­te jetzt beru­higt ins Bett gehen und sei­nen kost­ba­ren Schlaf fortsetzen.

 

este wur­den gut vor­be­rei­tet und kräf­tig gefei­ert. Ich erin­ne­re mich an das 75jährige Jubi­lä­um des Hau­ses. Eine Har­mo­nie bei Groß und Klein. Ein­fach herr­lich, das schö­ne Mit­ein­an­der. Wett­spie­le, Lie­der, Vor­füh­run­gen, Fest­essen, all das waren Höhe­punk­te beim Fest. Ein zwölf­jäh­ri­ges Mäd­chen aus der Grup­pe Sau­se­wind lud ins Restau­rant ein. Sie mach­te einen net­ten Tel­ler mit etwas Kar­tof­fel­sa­lat und appe­tit­li­chen klei­nen Brot­schnitt­chen fer­tig. Dazu ein Tee­ge­tränk. Eine aus­ge­wähl­te Ser­vi­et­te leg­te sie zum Tel­ler. Zum Nach­tisch gab es einen Obst­tel­ler. Sie bat nun immer zwei Kin­der in ihr gemüt­lich gestal­te­tes Restau­rant-Grup­pen­wohn­zim­mer ein­zu­tre­ten. Sie schaff­te es, damit die Grup­pen­mit­glie­der zu erfreu­en. Es war für uns alle ein schö­nes Erlebnis.

 

eden Don­ners­tag­abend waren alle zur Eucha­ris­tie­fei­er in unse­rer Kapel­le ein­ge­la­den. Die Grup­pe, die den Got­tes­dienst vor­be­rei­tet hat­te, sorg­te auch für ein schö­nes Abend­essen, denn der Herr Pas­tor aß schließ­lich in der Grup­pe mit. Ein­mal saß ein klei­ner Jun­ge neben „Hoch­wür­den” und da pas­sier­te es: Mit Begeis­te­rung mach­te er sei­nen Joghurt­be­cher auf. Ruck, zuck und sein Joghurt bespritz­te den Herrn Pas­tor und ihn selbst. Der Kom­men­tar des Klei­nen war: „Schei­ße” und das wur­de auch vom Pas­tor bestä­tigt. Erwäh­nens­wert ist, dass der Herr Pas­tor die Ange­le­gen­heit nicht tra­gisch fand und sehr lieb und ein­fühl­sam auf den klei­nen Pech­vo­gel ein­ging. Vie­le fro­he und ein­zig­ar­ti­ge Erin­ne­run­gen sind in mei­nem Her­zen, für die ich dank­bar bin.

Sr. Susan­ne Witte