Kapitel 4

Die neue Identität

Im vier­ten Kapi­tel ver­fol­gen wir schritt­wei­se die Ent­wick­lung bis zum heu­ti­gen »juni­kum«. 1995 über­nahm Tho­mas Kurth die Lei­tung des »Kin­der­heim St. Agnes«. Als Schwes­ter Lucie den Staf­fel­stab an ihren Nach­fol­ger wei­ter­gab, stand erst­mals in der lan­gen Geschich­te des Kin­der­heims kei­ne Ordens­schwes­ter in der Haupt­ver­ant­wor­tung. Tho­mas Kurth, der neue Mann an der Spit­ze, ent­wi­ckel­te mit sei­nem Team nach und nach eine völ­lig neue Identität…

 

Außen­wohn­grup­pe »Haus Sonneneck«


m Jah­re 1991 war das »Haus Son­nen­eck« für die Außen­wohn­grup­pe des »Kin­der­heim St. Agnes« end­lich voll bezugs­fer­tig. Das Haus bot Lebens­raum für sie­ben Kin­der. Sie waren es auch, die auf dem Weg zur Selb­stän­dig­keit alle anfal­len­den Arbei­ten erle­di­gen soll­ten. Die Zim­mer wur­den mit Eifer und Hin­ga­be nach und nach ein­ge­rich­tet. Es bestand über­haupt kein Zwei­fel: Die Bewoh­ner im »Haus Son­nen­eck« waren sym­pa­thisch-son­ni­ge und vor allem eigen­stän­di­ge Men­schen. Für Furo­re sorg­ten aber auch die neu­en Grup­pen »Sau­se­wind« und »Regen­bo­gen­land«, die gemein­sam mit ihren Betreu­ern eine gan­ze Men­ge mit­ein­an­der erlebten.

 

Tho­mas Kurth sorgt für ein Novum


homas Kurth, seit nun­mehr drei Jah­ren Mit­ar­bei­ten­der im »Kin­der­heim St. Agnes«, über­nahm am 1. Janu­ar 1995 die Lei­tung des Heims und trat damit die Nach­fol­ge von Schwes­ter Lucie an, die der Ein­rich­tung ins­ge­samt 12 Jah­re vor­stand und nun als Stell­ver­tre­te­rin Kurths in die zwei­te rei­he rück­te. Erst­mals seit 87 Jah­ren stan­den die Vor­se­hungs­schwes­tern somit nicht mehr in der Haupt­ver­ant­wor­tung. Kurth beton­te, die Tra­di­ti­on des Hau­ses in lei­ten­der Posi­ti­on unbe­dingt erhal­ten, gleich­zei­tig in der Jugend­hil­fe aber auch für eine zeit­ge­mä­ße Ent­wick­lung sor­gen zu wollen.

Der neue Heim­lei­ter fass­te vor allem Dank sei­ner hohen Qua­li­fi­ka­ti­on, aber auch auf Grund sei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­freu­de schnell Fuß. So titel­te die »West­deut­sche All­ge­mei­ne Zei­tung (WAZ)«: „Die Fach­lich­keit von Herrn Kurth wirkt sich posi­tiv auf die Heim­ar­beit aus. Der Wech­sel voll­zog sich naht­los für die Jugend­äm­ter. Durch per­sön­li­che Vor­stel­lung bei den ein­zel­nen Jugend­hil­fe­be­hör­den such­te Herr Kurth inten­si­ve Gesprä­che, um die Bedarfs­la­ge in der Jugend­hil­fe zu erfah­ren und neue, zeit­ge­mä­ße Kon­zep­te zu entwickeln.”

 

Ers­te Gedan­ken zum Imagewechsel


as »Kin­der­heim St. Agnes« freu­te sich im Febru­ar des Jah­res 1996 über sei­ne nun­mehr fünf­te Wohn­grup­pe. Bei die­ser Grup­pe han­del­te es sich um eine »Tages- und Kin­der­wohn­grup­pe«. Im Gegen­satz zu den bereits bestehen­den Grup­pen soll­ten die Auf­ent­hal­te der Kin­der nicht auf Lang­fris­tig­keit aus­ge­legt wer­den. Die Vor­ga­be lau­te­te viel­mehr, die Auf­ent­hal­te der Kin­der »so kurz als mög­lich und so lan­ge wie nötig« zu gestal­ten. Gleich­zei­tig hiel­ten sich im All­ge­mei­nen wei­ter­hin die Vor­ur­tei­le, im Kin­der­heim gäbe es »Git­ter vor den Fens­tern« und aus­schließ­lich Wai­sen­kin­der. Kurth mach­te sich schon zu die­sem frü­hen Zeit­punkt inten­si­ve Gedan­ken, »sei­nem« Heim ein ande­res, posi­ti­ve­res Image zu ver­schaf­fen, was drin­gend not­wen­dig schien.

 

Gott sei Dank nur eine Übung


auch in den Flu­ren sowie im Kel­ler­ge­schoss — dazu eine gewal­ti­ge Explo­si­on und eine groß­räu­mi­ge Absper­rung des Stra­ßen­ver­kehrs. Feu­er­wehr­leu­te und Ein­satz­kräf­te wohin das Auge sah. Ein Sze­na­rio wie die­ses gehör­te gut 50 Jah­re zuvor fast zum All­tag, ent­pupp­te sich am 6. Novem­ber 1997 im Nach­hin­ein aller­dings – zur kol­lek­ti­ven Erleich­te­rung aller Bewoh­ner – als geplan­te Kata­stro­phen­übung der Feu­er­wehr. Alarm­si­re­nen gab es an der Lud­wig­stra­ße vor eini­gen Jahr­zehn­ten schließ­lich bereits zur Genü­ge. Der 6. Novem­ber 1997 blieb allen Bewoh­nern des »Kin­der­heim St. Agnes« sowie der Dia­ko­nie lan­ge in Erinnerung.

 

Ernst Föcking ver­ab­schie­det sich


ehr als ein Vier­tel­jahr­hun­dert dien­te er der Gemein­de St. Josef. Nach sechs­und­zwan­zi­ge­inhalb Jah­ren ver­ab­schie­de­te sich Pfar­rer Ernst Föcking aus Oer-Erken­schwick Rich­tung Wes­ter­holt St. Mar­ti­nus, um sich dort der Seel­sor­ge zu wid­men. „Pfar­rer Föcking hat sich in die­ser Zeit voll und ganz für sei­ne Gemein­de, in beson­de­rem Maße aber auch für unser Kin­der­heim ein­ge­setzt”, zoll­te Heim­lei­ter Tho­mas Kurth Respekt. Mit dem »Kin­der­heim St. Agnes« war Pfar­rer Föcking so manch stei­ni­gen Weg gegan­gen. Hier­bei säte er stets Hoff­nung – in ange­neh­men wie in schwe­ren Zei­ten. Cle­mens Kreiss folg­te Föcking im Amt.

 

Leis­tungs­be­schrei­bung neu definiert


nter der Lei­tung von Tho­mas Kurth wur­den 1999 wei­te­re ein­schnei­den­de struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen vor­ge­nom­men. So wur­de zunächst ein­mal die so genann­te »Leis­tungs­be­schrei­bung« neu auf­ge­setzt und umfang­reich refor­miert. Dar­über hin­aus hiel­ten Com­pu­ter Ein­zug in die Ver­wal­tung und in Sep­pen­ra­de wur­de zwecks Kin­der­be­treu­ung zusätz­lich ein Haus ange­mie­tet. Auch in Oer-Erken­schwick wur­de an der Lud­wig­stra­ße 21 eine wei­te­re Woh­nung ange­mie­tet, um die Tages­be­treu­ung wei­ter zu optimieren.

 

Kin­der machen grau­si­gen Fund


m Okto­ber 1999 wur­de an der Ewald­stra­ße in Oer-Erken­schwick eine jun­ge Frau tot auf­ge­fun­den. Spie­len­de Kin­der fan­den die Lei­che, bei der es sich – wie sich spä­ter her­aus­stell­te – um die 19-jäh­ri­ge Küchen­hil­fe des »Kin­der­heim St. Agnes« Lydia han­del­te. Erdros­selt und böse zuge­rich­tet. Im Kin­der­heim herrsch­te bei allen von jetzt auf gleich regel­rech­te Fas­sungs­lo­sig­keit. Auch Heim­lei­ter Tho­mas Kurth rang nach Wor­ten und leis­te­te mit sei­nem Team Trau­er­ar­beit. „Für uns ist das, als hät­te die­ser Schick­sals­schlag die eige­ne Fami­lie getrof­fen”, so Kurth, der den trau­ma­ti­schen Gefähr­dungs­grad bei allen Kin­dern und Jugend­li­chen im Haus als sehr hoch ein­stuf­te. Das »Kin­der­heim St. Agnes« rich­te­te zur wei­te­ren Trau­er­ver­ar­bei­tung zeit­nah eine Trau­er­fei­er für Lydia aus. Schock­star­re noch immer bei allen Anwe­sen­den. Und Fra­gen. Vie­le Fra­gen. »Wie konn­te das nur gesche­hen?« – »War­um?« – »Wer tut so etwas Schreck­li­ches?« – »Wie soll es jetzt wei­ter­ge­hen?«. Ant­wor­ten gab es an die­sem »Tag der Erin­ne­run­gen« kei­ne. Dafür jede Men­ge Rosen vor dem Altar. Nie­der­ge­legt von den Kin­dern des Heims, deren Freun­din Lydia der Ein­rich­tung für immer in bes­ter Erin­ne­rung blei­ben wird. Sie­ben Jah­re berei­cher­te Lydia als Kind das Leben im »Haus Sonneneck«.

 

Tag der offe­nen Tür


ir schrei­ben das Jahr 2000. Das »Kin­der­heim St. Agnes« geht erneut an die Öffent­lich­keit. Ein »Tag der offe­nen Tür« soll­te die Bevöl­ke­rung eini­ge Stun­den am Heim­le­ben teil­neh­men las­sen und wei­te­re Vor­ur­tei­le abbau­en sowie die wich­tigs­te aller Fra­gen beant­wor­ten: »War­um hat die Pfarr­ge­mein­de St. Josef als Trä­ger ein Kin­der­heim?« Die ein­fachs­te Ant­wort wäre zu sagen: »Damit Kin­der ein Zuhau­se haben!« Doch die Inten­ti­on geht wei­ter, denn die Kir­che hat schließ­lich einen sozia­len Auf­trag. Jeder Mensch ist nach Got­tes Bild geschaf­fen, Gebor­gen­heit und Lie­be sind die Grund­pfei­ler des Glaubens.

Auch wenn mitt­ler­wei­le Begrif­fe aus der Wirt­schaft Ein­zug hiel­ten im All­tag sowie in der Ver­wal­tung des Kin­der­heims, wie »Con­trol­ling, Qua­li­täts­ma­nage­ment, Leis­tungs­be­schrei­bung oder Quar­tals­be­rich­te«, so ist das »Kin­der­heim St. Agnes« gewiss nicht als Wirt­schafts­be­trieb anzu­se­hen. Das Leit­bild der Kir­chen­ge­mein­de ist gleich­zei­tig auch Inhalt der Arbeit im Kin­der­heim: „Was Ihr für einen mei­ner gerings­ten Brü­der und Schwes­tern getan habt, das habt Ihr mir getan” (Mt. 25.40). Der »Tag der offe­nen Tür« lock­te unter dem Mot­to »Kind sein dür­fen« mit einem attrak­ti­ven Pro­gramm und kam in der Bevöl­ke­rung super an. Mitt­ler­wei­le beschäf­tigt das »Kin­der­heim St. Agnes« 50 Mit­ar­bei­ten­de, dar­un­ter 26 im päd­ago­gi­schen Dienst. Die­se Mit­ar­bei­ten­den küm­mern sich in unter­schied­li­chen Betreu­ungs­for­men um 62 Kin­der und Jugend­lich. Im Jahr 2000 wur­den auch das »Regen­bo­gen­land« (»junit­S­I­RI­US«) in Sep­pen­ra­de sowie der »Bie­nen­korb« in Oer-Erken­schwick eröffnet.

 

Das »Wir« steht über allem


eim­lei­ter Tho­mas Kurth for­cier­te auch in den Fol­ge­jah­ren sein Bestre­ben, die Betreu­ung der Kin­der durch zahl­rei­che Fort­bil­dungs­maß­nah­men für sei­ne Mit­ar­bei­ten­den wei­ter zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Der Diplom-Heil­päd­ago­ge leg­te von Beginn an sehr viel Wert auf Team­geist und Moti­va­ti­on. Ent­spre­chen­de Erleb­nis­aus­flü­ge mit dem Team unter­stütz­ten ihn in die­sem Vor­ha­ben. Im sel­ben Jahr explo­dier­ten die Zah­len der poten­ti­el­len Heim­kin­der um sage und schrei­be 50 Pro­zent. Gaby Gon­stal­la, Sozi­al­amts­lei­te­rin in Oer-Erken­schwick, begrün­de­te die­se Ent­wick­lung mit der Aus­sa­ge, die Jugend­hil­fen leis­te­ten zu wenig in der Prävention.

 

Com­pu­ter hal­ten Einzug


ank einer sehr groß­zü­gi­gen Spen­de durch die Esse­ner »Eli­sa­beth-Wagener-Stif­tung« über stol­ze 30.000 DM konn­te das »Kin­der­heim St. Agnes« Com­pu­ter anschaf­fen und den Kin­dern wenig spä­ter ent­spre­chend auch den Zugang zum Inter­net ermög­li­chen. Das »World Wide Web« dien­te fort­an für alle Betei­lig­ten als zusätz­li­che Infor­ma­ti­ons­quel­le. Noch konn­te kaum jemand ahnen, welch groß­ar­ti­ger Sie­ges­zug der Digi­ta­li­sie­rung sowie dem zen­tra­len The­ma »Inter­net« ein­mal bevor­ste­hen wür­de. Heu­te sind Com­pu­ter und Inter­net­ver­net­zung all­ge­gen­wär­tig und nicht mehr weg­zu­den­ken. Weder in der Ver­wal­tung, noch im pri­va­ten Umfeld.

 

Da waren es nur noch drei…


m »Kin­der­heim St. Agnes« waren mit Schwes­ter Ger­lin­de, Schwes­ter Lucie und Schwes­ter Theo­dor­lin­de im Jah­re 2003 noch drei »Schwes­tern der Gött­li­chen Vor­se­hung« aktiv, der Spit­zen­wert lag einst bei 18 Ordens­schwes­tern. Schwes­ter Lucie, die mitt­ler­wei­le auch die stell­ver­tre­ten­de Geschäfts­füh­rung an Chris­tia­ne Jan­sen abgab: „Auch wenn sich vie­les in den letz­ten Jahr­zehn­ten ver­än­dert hat — eins ist geblie­ben: wir haben uns damals um Kin­der in Not geküm­mert und tun dies auch heu­te noch. Mit Herz und Enga­ge­ment.” Der­weil prä­sen­tier­ten Heim­lei­ter Tho­mas Kurth und Stell­ver­tre­te­rin Chris­tia­ne Jan­sen die 82 Sei­ten star­ke Zei­tung zum 90-jäh­ri­gen Jubi­lä­um des Hau­ses. Kurth weiß: „Die Ordens­schwes­tern und unser Haus sind untrenn­bar mit­ein­an­der ver­knüpft!” Pro­mi­nen­tes Geleit gab es ein Jahr spä­ter übri­gens für die jun­gen Kicker des Hau­ses, denn kein Gerin­ge­rer als der ehe­ma­li­ge Schal­ker Fuß­ball­pro­fi Ingo Ander­brüg­ge coach­te im Jah­re 2004 die so genann­ten »Agnes-Kicker« im Rah­men des Som­mer­fes­tes gegen ein Betreu­er­team des Kin­der­heims zum Sieg. „Als Fuß­ball­pro­fi füh­le ich mich gera­de­zu ver­pflich­tet, der­ar­ti­ge Aktio­nen aktiv zu unter­stüt­zen”, so der gebür­ti­ge Dat­tel­ner. 2003 war auch ein sehr akti­ves Jahr, was die Grup­pen- und Häu­ser­struk­tur des Kin­der­heims angeht. So zog das »Haus Son­nen­eck« (»junit­GO­YA«) von der Lud­wig­stra­ße 21 in die Pnie­wy­stra­ße 4 bis 10. Dar­über hin­aus kam es zum Ein­zug der »junit­JU­WO« (weib­lich). Im Dezem­ber des Jah­res 2003 begann das Bau­vor­ha­ben an der Kirch­stra­ße 64 in Oer-Erken­schwick. Die Fer­tig­stel­lung war für das Früh­jahr 2006 datiert.

 

Kin­der­heim wird zum Hauptbahnhof


eim­lei­ter Tho­mas Kurth stieß 2005 mit sei­nem »Eisen­bahn­pro­jekt« eine wei­te­re Initia­ti­ve an, um für die Heim­be­woh­ner die Nach­hal­tig­keit ihrer Auf­ent­hal­te wei­ter zu unter­stüt­zen. Er bat die Bevöl­ke­rung offen­siv um Sach­spen­den, um im Kin­der­heim etwas nie Dage­we­se­nes ent­ste­hen zu las­sen. Die Reso­nanz war rie­sen­groß. Schnell sta­pel­ten sich sage und schrei­be 25 Kis­ten rand­voll mit Schie­nen, Zügen und Zube­hör in der Ver­wal­tung, so dass sich die Heim­be­woh­ner schon sehr bald der span­nen­den Auf­ga­be wid­men konn­ten, eine eige­ne »Eisen­bahn­welt« zu erschaf­fen. Kurths weit­sich­ti­ger Hin­ter­ge­dan­ke: „Die ein­zel­nen 1 Meter mal 60 Zen­ti­me­ter gro­ßen Plat­ten­mo­du­le, die jedes Kind mit der Zeit indi­vi­du­ell bestü­cken konn­te, soll­ten die Kin­der beim Ver­las­sen des Heims mit­neh­men dür­fen. Die Plat­te konn­te so als Startele­ment für die eige­ne Anla­ge die­nen!” Von die­ser wun­der­ba­ren Idee zeig­ten sich alle begeis­tert. Das »Eisen­bahn­pro­jekt« wur­de im Mai des Jah­res im Rah­men eines gro­ßen »Spon­so­ren­kaf­fees« vor­ge­stellt. 2005 wur­de in der Klein-Erken­schwi­cker Stra­ße 17 in »OE« auch die Ein­heit »juni­tOR­BIT« eröffnet.

 

Ver­wal­tung nun an der Schillerstraße


m März des Jah­res 2006 zogen Lei­tung und Ver­wal­tung des »Kin­der­heim St. Agnes« von der Lud­wig­stra­ße 6 zur Schil­ler­stra­ße mit der Haus­num­mer 1. Par­al­lel dazu bezo­gen auch die Schwes­tern ihr neu­es Domi­zil »An der Aue«. Gleich im Janu­ar des dar­auf­fol­gen­den Jah­res gab es zunächst kei­ne wirk­lich guten Nach­rich­ten: »Sturm Kyrill« ver­ur­sach­te mas­si­ve Schä­den an den Häu­sern und dem Außen­ge­län­de an der Kirch­stra­ße. Danach ging es aber für das Kin­der­heim per­fekt durch­struk­tu­riert und rei­bungs­los durch das Jahr. Kar­ne­val, neue Koope­ra­tio­nen, Klau­sur­ta­gun­gen, Mit­ar­bei­ter­aus­flü­ge sowie zeit­ge­mäß ange­bo­te­ne Events wie der »Cool­Tour-Wett­be­werb« im Juni oder auch der »Adven­ture-Nach­mit­tag« im November.

Dar­über hin­aus ver­lor man aber auch die kon­ti­nu­ier­li­che Fort­bil­dung der päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te nicht aus den Augen. Im Jah­re 2006 zog die Grup­pe »Sau­se­wind« (»junit­S­CA­LA«) von der Lud­wig­str. 6 in die Kirch­str. in Oer-Erken­schwick. Die »junit­JU­WO« (männ­lich) eröff­ne­te eben­falls an der Kirch­stra­ße 64. Dar­über hin­aus zog die Tages­grup­pe von der Lud­wig­stra­ße 6 in die Bar­ba­r­a­stra­ße 5. Das Gebäu­de an der Lud­wig­stra­ße 6 wur­de in die­sem Zuge leer geräumt. Im Novem­ber des Jah­res wur­de das Son­der­ver­mö­gen »Kin­der­heim St. Agnes« der katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Josef recht­lich selb­stän­dig und trug fort­an die Bezeich­nung »Kin­der­heim St. Agnes gGmbH«, wobei das »g« die Gemein­nüt­zig­keit doku­men­tiert. Die Geschäfts­füh­rung über­nahm Tho­mas Kurth. Zum Abschluss des Jah­res wur­de auch das Büro­haus in Glad­beck auf dem Gelän­de des Edu­ard-Miche­lis-Hau­ses auf­ge­löst. Ein Jahr spä­ter wur­de an der Schul­ten­stra­ße 42 in Glad­back sei­tens der gGmbH ein zwei­tes Ver­wal­tungs­ge­bäu­de angemietet.

 

Über­nah­me in Gladbeck


er Orden der »Schwes­tern von der Gött­li­chen Vor­se­hung« als Trä­ger der Jugend­hil­fe »Edu­ard Miche­lis Heim« mit Stand­ort in Glad­beck, such­te einen geeig­ne­ten Trä­ger für das Kin­der­heim. Mit 27 Plät­zen konn­te die Ein­rich­tung nicht wei­ter­ge­führt wer­den, zumal der Orden dort aus Alter­grün­den kei­ne Schwes­tern mehr ein­set­zen konn­te. Die Ordens­lei­tung trenn­te sich nur schwer von der urei­ge­nen Tätig­keit und war bemüht, einen Trä­ger zu fin­den, der die Arbeit im Sin­ne des Ordens­stif­ters fort­führt. Kon­tak­te bestan­den zur Ein­rich­tung St. Agnes bereits durch die Ordens­schwes­tern in Oer-Erken­schwick und diver­se  Bera­tungs­ge­sprä­che. Nach inten­si­ven Gesprä­chen über­nahm die »gemein­nüt­zi­ge GmbH St. Agnes« die drei Grup­pen­der Glad­be­cker Ein­rich­tung mit 27 sta­tio­nä­ren Plät­zen. Die Häu­ser auf dem Gelän­de des Alten­wohn­hei­mes »Edu­ard Miche­lis« waren stark reno­vie­rungs­be­dürf­tig, so wur­de nach einem geeig­ne­ten Grund­stück für einen Neu­bau gesucht. Auf jeden Fall soll­ten die Kin­der auch wei­ter­hin in ihrer bis­he­ri­gen Stadt woh­nen dür­fen. Als in unmit­tel­ba­rer Nähe des bis­he­ri­gen Stand­or­tes Bau­land neu erschlos­sen wur­de, konn­te mit dem Bau von zwei Wohn­häu­sern an der Bot­tro­per Stra­ße begon­nen wer­den. Inzwi­schen wur­de in Glad­beck-Schul­ten­dorf ein ehe­ma­li­ges Pfarr­haus für eine Zweig­stel­le angemietet.

 

Dezen­tra­li­sie­rung wei­ter angesagt


ezen­tra­li­sie­rung – so lau­te­te das Zau­ber­wort Anfang 2008 auch in Glad­beck. Vor­bild war das »Kin­der­heim St. Agnes« in Oer-Erken­schwick, des­sen Heim­lei­ter Tho­mas Kurth die Wohn­be­rei­che nach und nach dezen­tral hat ent­ste­hen las­sen. In Glad­beck such­te man zu Jah­res­be­ginn zunächst ein­mal ein bereits erschlos­se­nes Grund­stück, um das erfolg­rei­che Pro­jekt der Stim­berg­stadt auch in Glad­beck zu eta­blie­ren. Die gemein­nüt­zi­ge GmbH aus Oer-Erken­schwick hat­te mitt­ler­wei­le die Trä­ger­schaft für das Kin­der­heim in Glad­beck, wel­ches zu die­sem Zeit­punkt knapp über 100 Kin­dern eine Hei­mat bot, über­nom­men. Wäh­rend die Tages­grup­pe »Bie­nen­korb« 2008 die Pfor­ten schloss, zog die zwei­te Genera­ti­on der »Zug­vö­gel« (»junit­AMI­CA«) von der Kirch­stra­ße 62 nach Dat­teln in die Klos­ter­stra­ße 7a.

 

Leben im »Kos­mos«


inen wei­te­ren Schritt in die Zukunft setz­te das »Kin­der­heim St. Agnes« im Jahr 2009 als es in Marl-Sin­sen eine neue Inten­siv­wohn­grup­pe mit dem klang­vol­len Namen »Kos­mos« eröff­ne­te. Bis zu sie­ben Kin­der konn­ten hier ab sofort päd­ago­gisch-the­ra­peu­tisch inten­siv betreut wer­den. Zuvor wur­den die­se Kin­der in der Regel in einer Kli­nik behan­delt. Die Wohn­grup­pe »Kos­mos« soll­te die­sen Kin­dern den Weg zurück in die Fami­lie oder in ein ande­res Heim ebnen. Um die sie­ben Kin­der küm­mer­ten sich eben­so vie­le Betreu­er. Das Erfolgs­kon­zept? „Wohl­wol­lend, aber klar struk­tu­riert auf­tre­ten“, beton­te Team-Coach Brit­ta Klei­ne, die auch den Kon­takt zu den Eltern der Kin­der mög­lichst eng hielt. 2009 wur­den die mobi­len Päd­ago­gi­schen Diens­te (»MoPäD«) in Oer-Erken­schwick an der Bar­ba­r­a­stra­ße 5 eröff­net. Ziel die­ses Diens­tes: Ent­las­tung der Men­schen in ihren Bezie­hun­gen und Beru­hi­gung der Situa­ti­on, Stär­kung und Sta­bi­li­sie­rung der Per­sön­lich­keit von Kin­dern, Jugend­li­chen, jun­gen Voll­jäh­ri­gen und deren Fami­li­en sowie Akti­vie­rung, Erpro­bung und Ein­schät­zung von Ver­än­de­rungs­res­sour­cen und Selbst­hil­fe­po­ten­tia­len. Auf dem LWL-Gelän­de an der Hal­ter­ner Stra­ße 525 wur­de fast zeit­gleich in Marl die »junit­KOS­MOS« eröff­net, eine Inten­siv­wohn­grup­pe für Jun­gen und Mädchen.

 

Stein für Stein zum Ziel


orfreu­de ist bekannt­lich die schöns­te Freu­de. Sowohl die Geschäfts­lei­tung des »Kin­der­heim St. Agnes«, als auch die vie­len jun­gen Bewoh­ner des Kin­der­heims in Glad­beck, für wel­ches »St. Agnes« die Trä­ger­schaft über­nahm, konn­ten es kaum erwar­ten, end­lich die neu­en Häu­ser zu bezie­hen. In den Som­mer­fe­ri­en 2010 soll­te es dann end­lich soweit sein. Zuvor fei­er­te man an der Bot­tro­per Stra­ße erst ein­mal ein Richt­fest der Extra­klas­se. Bei tol­lem Wet­ter sah man alle künf­ti­gen Heim­be­woh­ner – aus­ge­stat­tet mit gel­ben Kap­pen, roten T‑Shirts und gro­ßen Arbeits­hand­schu­hen – mitanpacken.

ach dem Richt­fest hieß es noch ein wenig War­ten. „Bis dahin über­brück­ten die Kin­der die lan­ge War­te­zeit mit einem beein­dru­cken­den Lego­mo­dell, wel­ches den Bau­fort­schritt detail­liert doku­men­tier­te”, lacht Tho­mas Kurth, der sich sehr freu­te, einen Ort geschaf­fen zu haben, wo „sich die Kin­der mal fal­len las­sen kön­nen”. Eige­ne Zim­mer, gro­ße Küchen, Not­fall­räu­me sowie ein gro­ßes Außen-Are­al zum Spie­len, Toben und Gril­len. Ein gro­ßes Plus der neu­en Häu­ser ist auch die Wohn­ge­gend nahe des Zen­trums, die es allen Bewoh­nern ermög­licht, am Leben der Stadt aktiv teilzunehmen.

 

End­gül­ti­ger Imagewechsel


uni­kum« – an die­sen neu­en Namen muss man sich all­seits ganz sicher erst ein­mal gewöh­nen. 1913 als »Schwes­tern­haus St. Josef« gegrün­det, ent­wi­ckel­te sich die Ein­rich­tung an der Lud­wig­stra­ße in Oer-Erken­schwick 1921 zum »St.-Agnes-Stift« ehe es 1926 in »Wai­sen­haus St. Agnes« umbe­nannt wur­de. Die Bezeich­nung des Hau­ses seit 1970: »Kin­der­heim St. Agnes«. Nun, im Jah­re 2011 wur­de nach ein­jäh­ri­ger Ent­wick­lungs­zeit unter der Füh­rung von Geschäfts­füh­rer Tho­mas Kurth eine neue Iden­ti­tät geschaf­fen. Der Begriff »Kin­der­heim« wur­de end­gül­tig ein­ge­mot­tet. Voll­stän­dig heißt die Ein­rich­tung nun »juni­kum – Gesell­schaft für Jugend­hil­fe und Fami­li­en | St. Agnes«.

er ein­schnei­den­de Image­wan­del war laut Kurth längst über­fäl­lig. „Wir woll­ten unbe­dingt weg von die­sem »Arme-Kin­der- und Pro­blem­kin­der- Image«! Der Begriff »Kin­der­heim« lös­te doch im All­ge­mei­nen eine gewis­se Angst aus – bei Kin­dern und Eltern glei­cher­ma­ßen. Die­se Angst macht uns die Arbeit im Haus und in der mobi­len Betreu­ung in den Fami­li­en nicht ein­fa­cher.” Der neu geschaf­fe­ne Name steht für Jugend­li­che, für ein Uni­kum – das Ein­zig­ar­ti­ge. Jedes Kind im »juni­kum« hat sei­ne indi­vi­du­el­le Geschich­te sowie sei­ne indi­vi­du­el­len Pro­ble­me und benö­tigt daher auch einen indi­vi­du­el­len Umgang.

Der Begriff »juni­kum« soll die Wer­tig­keit der im Haus geleis­te­ten Arbeit wider­spie­geln. „Wir sind ja kei­ne Kin­der­be­wahr­an­stalt! Bei uns wird im Umgang mit den unter­zu­brin­gen­den Kin­dern und Jugend­li­chen wis­sen­schaft­lich gear­bei­tet um Ungleich­ge­wich­te in der Gesell­schaft und im sozia­len Fami­li­en­le­ben aus­zu­glei­chen“, betont Vison­är Kurth. Die ein­zel­nen Grup­pen beka­men neue Namen. So wur­de bei­spiels­wei­se aus den »Son­nen­blu­men« die »junit­SOL« und die Grup­pe »Regen­bo­gen« heißt nun »junit­MI­KA«. An der Namens­ge­stal­tung für die Grup­pen haben die Kin­der maß­geb­lich mit­ge­wirkt. Inter­es­sant auch das neue Farbleit­sys­tem: jeder Regi­on wur­de eine eigen­stän­di­ge Far­be zugewiesen.

 

Wür­fel mit viel Symbolik


eben der neu­en Namens­be­zeich­nung »juni­kum« wur­de auch ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Logo ent­wi­ckelt. Es zeigt neben dem Schrift­zug einen dreh­ba­ren Wür­fel, der Sym­bol sein soll für ste­ti­ge Ver­än­de­rung und Fle­xi­bi­li­tät. Auch soll er aus­drü­cken, was 1913 begann. Das heu­ti­ge »juni­kum« soll umfang­rei­che Hil­fe­stel­lung leis­ten. Hil­fe für Kin­der, Jugend­li­che und deren Eltern. Tho­mas Kurth: „Rich­tig span­nend wird es aber erst, wenn die Men­schen auf der Suche nach einer Ant­wort die Ebe­nen des Wür­fels dre­hen und so die Fra­ge­stel­lung in immer wie­der neu­en Kon­stel­la­tio­nen betrach­tet wer­den kann.

 

Erfolg­rei­ches Auslandsprojekt


en All­tag gestal­ten ler­nen« – unter die­sem Mot­to ste­hen die indi­vi­du­al­päd­ago­gi­schen Aus­lands­maß­nah­men des »juni­kum« – kurz: »IPM«. Die­ses inter­na­tio­nal aus­ge­leg­te Pro­jekt ist in Polen sta­tio­niert und rich­tet sich an Men­schen, die auf Grund viel­fäl­ti­ger Pro­blem­la­gen im Rah­men sta­tio­nä­rer Jugend­hil­fe in Deutsch­land päd­ago­gisch nicht mehr erreich­bar schei­nen. Das »juni­kum« möch­te die­sen Jugend­li­chen die Mög­lich­keit geben, sich aus der emp­fun­de­nen Fremd­be­stim­mung und Ohn­macht zu lösen. „Für den Jugend­li­chen ist beson­ders wich­tig, die zu bewäl­ti­gen­den Auf­ga­ben und die sozia­len Inter­ak­tio­nen über­schau­en zu kön­nen. Dies berück­sich­ti­gen wir bei der Aus­wahl und Aus­ge­stal­tung der Maß­nah­men in Polen“, so Initia­tor Mar­tin Petrat, der »IPM« am 1. Okto­ber 2011 gerün­det hat­te und am 1. Febru­ar des dar­auf­fol­gen­den Jah­res das ers­te Kind auf­ge­nom­men konn­te. „Die Jugend­li­chen leben im Rah­men der »IPM« in der Fami­lie unse­rer Mit­ar­bei­ten­den. Sie ord­nen sich in das Fami­li­en­le­ben ein und gestal­ten den All­tag mit­ein­an­der. Die Fremd­heit der Umge­bung, Kul­tur und Spra­che for­dert vom Jugend­li­chen sich neu zu ori­en­tie­ren. Durch die erfor­der­li­che inten­si­ve Bezie­hungs­ge­stal­tung sind alter­na­ti­ve Hand­lungs­mus­ter mög­lich“, betont »junikum«-Geschäftsführer Tho­mas Kurth, der dar­auf ach­tet, dass die Qua­li­täts­stan­dards die­ses Ange­bots nicht nur ein­ge­hal­ten wer­den, son­dern auch extrem hoch bleiben.

 

JuMe­Ga als Zusatzangebot


ls zusätz­li­ches sta­tio­nä­res Ange­bot eta­blier­te das »juni­kum« im Juli 2014 das Pro­jekt »Jun­ge Men­schen in Gast­fa­mi­li­en« – kurz: »JuMe­Ga«. Freund­li­che Gast­ge­ber öff­nen Jugend­li­chen in beson­de­ren Lebens­si­tua­tio­nen die Türen und geben ihnen ein Zuhau­se auf Zeit. Die Gast­fa­mi­li­en sind hier­bei kei­nes­falls auf sich allein gestellt. Ein kom­pe­ten­tes Netz­werk vom Ost­vest bis zum süd­li­chen Müns­ter­land unter­stützt und führt die­se Initia­ti­ve. Geschäfts­füh­rer Tho­mas Kurth: „Die Wirk­sam­keit des Ange­bots liegt in der Ver­bin­dung der All­tags­kom­pe­tenz der Gast­fa­mi­li­en mit der pro­fes­sio­nel­len Kom­pe­tenz des Fach­diens­tes über die gesam­te Lauf­zeit der Maß­nah­me. Dazu zäh­len zum Bei­spiel auch ein inten­si­ver Bera­tungs­schlüs­sel mit maxi­mal acht Jugend­li­chen pro Bera­ter, eine 24-Stun­den-Erreich­bar­keit für die Gast­el­tern und eine qua­li­fi­zier­te Beglei­tung der Fachberater.”

 

Som­mer­fest ein Mega-Erfolg


er Beginn der Som­mer­fe­ri­en wird im »juni­kum« tra­di­tio­nell mit dem Som­mer­fest in Oer-Erken­schwick gefei­ert. Auch 2015 hat­ten wie­der vie­le Kin­der, Jugend­li­che und Fami­li­en die Ein­la­dung ange­nom­men und die Ver­an­stal­tung zu einem ech­ten High­light wer­den las­sen. Auf der gro­ßen Wie­se an der Kirch­stra­ße gab es aller­lei Ange­bo­te für Groß und Klein: Eine Rie­sen-Tor­wand for­der­te die Ball­küns­te der Besu­cher her­aus, beim Kin­der­schmin­ken wur­den fan­tas­ti­sche Mas­ken auf die Gesich­ter gezau­bert, es konn­ten Schlüs­sel­an­hän­ger gebas­telt und Freund­schafts­stei­ne gestal­tet werden.

atür­lich durf­ten auch die kuli­na­ri­schen Genüs­se nicht feh­len. Die Kol­le­gin­nen der Haus­wirt­schaft ver­wöhn­ten die Besu­cher mit Kaf­fee und lecke­rem Kuchen, herz­haf­ten Würst­chen vom Grill, küh­len Geträn­ken und fri­schem Obst. Auch ein lecke­rer Cock­tail wur­de den Gäs­ten ser­viert. Bei strah­len­dem Son­nen­schein und guter Lau­ne wur­de gespielt und gelacht. Auch vie­le ehe­ma­li­ge Bewoh­ner haben den Weg zur Kirch­stra­ße gefun­den und tra­fen am »Mee­ting-Point« des Jugend­woh­nens auf »alte Bekann­te«. Zwei Her­aus­for­de­run­gen der beson­de­ren Art waren zum ers­ten Mal auf dem Som­mer­fest zu bestau­nen, denn ein gro­ßer Hin­der­nis­par­cours zog die Kin­der in sei­nen Bann und beim Kis­ten­klet­tern konn­ten die Jugend­li­chen und Erwach­se­nen ihren Mut in sie­ben Metern Höhe unter Beweis stellen.

 

Media­ler Meilenstein


ach mona­te­lan­ger Pla­nungs- und Pro­gram­mier­ar­beit war es im Janu­ar 2017 end­lich soweit: Tho­mas Kurth prä­sen­tier­te vol­ler Stolz die neue Inter­net­prä­senz des »juni­kum«. Die mit die­sem Pro­jekt beauf­trag­te Medi­en­agen­tur Kel­ler­mann aus Waltrop zeig­te sich nach Been­di­gung der Arbei­ten vol­ler Demut und begeis­tert von der „unge­heu­ren Moti­va­ti­on der »junikum«-Mitarbeitenden und beton­te dass es eine Freu­de sei, zu beobach­ten, mit wel­cher Begeis­te­rung in jeder Abtei­lung gear­bei­tet wird, um Kin­dern und Jugend­li­chen ein bes­se­res Leben zu ermög­li­chen und Per­spek­ti­ven zu schaf­fen. Die neu­en Web­sei­ten wur­den im Zuge des Relaunch selbst­ver­ständ­lich »respon­si­ve« gestal­tet — in der Dar­stel­lung also auch für alle mobi­len End­ge­rä­te optimiert.

Lust auf mehr…?

✎    Hier geht‘s zum fünf­ten Kapitel…